Sicher surfen


Sexueller Missbrauch im Internet

Leider ist mittlerweile sexuelle Belästigung im Internet an der Tagesordnung. Männer, die sexuelle Kontakte zu Jungen oder Mädchen wollen, benutzen nicht selten das Internet, um diese kennen zu lernen und sich dann mit ihnen zu treffen.

Viele Kinder und Jugendliche berichten von Belästigungen in Chaträumen. Sie werden mit sexuellen Fragen und Bemerkungen verunsichert, auf pornografische Webseiten aufmerksam gemacht oder zu Posing vor der Webcam aufgefordert . Viele Jugendliche geben persönliche Daten wie Telefonnummer, E-Mail-Adressen, Adresse und Namen im Netz preis. Das ist gefährlich.

Im Folgenden könnt ihr die von „Netkids“ zusammengestellten Sicherheitstipps lesen.
Mehr Informationen bekommt ihr bei Netkids – Verein für den Jugendschutz im Internet (www.kindersindtabu.de) oder www.jugendschutz.net und www.blinde-kuh.de.


Chat-Guide für Kids

Kleine Tipps für den großen Spaß im Internet

Grundsätzliches
Sicher sind die meisten Chatter Leute wie du, die sich einfach mal nett unterhalten wollen. Aber es gibt eben auch welche, die dich eventuell nur über deine Familie oder dich aushorchen wollen. Genau so, wie du einem fremden Anrufer zuhause nicht gleich alles über dich erzählen würdest und das wahrscheinlich auch unnormal fändest – genau so solltest du auch im Internet ein bisschen vorsichtig sein.
Wenn du einmal echte Probleme bekommen solltest, weil dich jemand im Telegramm oder im Chatraum beschimpft oder dir Sachen über Sex oder Ähnliches erzählt, dann berichte das bitte deinen Eltern, deiner Lehrerin oder deinem Lehrer oder einer anderen erwachsenen Vertrauensperson und speichere das Telegramm ab. Außerdem sperre den Gesprächspartner oder ziehe dich aus der Unterhaltung durch Schweigen zurück (= Gerät abschalten).
Triff dich niemals einfach so mit jemandem, den du nur aus dem Internet kennst. Auch ein vor einem Treffen vereinbartes Telefonat gibt dir keine Sicherheit. Bitte immer jemand Älteren (großer Bruder/Schwester oder deine Eltern), dass er oder sie dich beim ersten Treffen begleiten.
Bevor du ins Internet gehst, um dich dort in Chaträumen mit Freundinnen und Freunden zu treffen oder neue Leute kennen zu lernen, solltest du folgendes beachten:

Internet-Name und allgemeine Angaben

Leg dir einen „screen“ (Namen) zu, der keine Rückschlüsse auf deine Person zulässt. Denk dir einen Fantasienamen aus und mache keine Angabe zu deinem Alter – wie zum Beispiel „Susi10“.
Wenn dein Internetanbieter die Möglichkeit bietet, ein so genanntes „Profil“ mit Angaben zu deiner Person anzulegen, dann solltest du niemals genaue Daten dort eintragen. Wirst du z.B. nach deinem Wohnort gefragt, solltest du die nächst größere Stadt oder auch nur das Bundesland nennen. Name, Vorname, Alter, Geburtsdatum oder ähnlich genaue Angaben sind besser gar nicht anzugeben.
Grundsätzlich gilt: Mach nur Angaben, die niemandem die Möglichkeit geben, dich ausfindig zu machen.

Chatroom

Wenn du in einen Chatroom gehst, um dich dort mit Freundinnen und Freunden zu treffen – vergiss’ bitte nicht, dass alles, was du dort in den Raum schreibst, von allen anderen, die sich ebenfalls in diesem Raum befinden, mitgelesen werden kann. Vermeide auch hier, selbst wenn du den einen oder die andere persönlich kennst, genaue Angaben über dich, deine Schule, deinen Wohnort oder auch dein Alter zu machen. Schreibe zum Beispiel niemals deine Adresse in den Chatraum.

Telegramme

Manche Zusatzprogramme bzw. Netzanbieter bieten die Möglichkeit, sich nicht nur im Chatraum zu unterhalten, sondern auch in sog. Telegrammen. Im Telegramm kannst du dann nur mit jeweils einer Person reden. Auch hier ist zu beachten, dass du – wenn du die Person, die dich eventuell „angetelt“ hat, nicht sehr gut kennst: Mach bitte keine genauen Angaben zu deiner Person oder deiner Familie und gib auch keine Telefon- oder Handynummer heraus.

Pictausch – Der Tausch von Bildern

Oft ist es üblich, wenn man sich mit jemandem schon mal öfter unterhalten hat, Bilder via E-Mail auszutauschen. Am besten ist es, kein Bild zu tauschen. Wenn du trotzdem unbedingt tauschen willst, dann achte bitte bei der Auswahl deines Bildes darauf, dass nur du darauf zu sehen bist und versende keine Strandfotos oder Ähnliches. Letztlich kannst du dir nie wirklich sicher sein, wo dein Bild landet und deshalb sollte es so wenig wie möglich von dir zeigen (am besten wäre ein Passfoto). Solltest du einmal im Gegenzug ein Bild zugesandt bekommen, was deiner Meinung nach nicht in Ordnung ist – also z.B. Sexbilder/Nacktbilder von Kindern oder Erwachsenen oder auch irgendwelche Fotos, die brutale Handlungen darstellen – so benachrichtige bitte deine Eltern, deine Lehrerin oder deinen Lehrer. Versuche das entsprechende Bild auf einer Diskette abzuspeichern oder belasse es zunächst in deinem Maileingang bis ein Erwachsener es sich ansehen kann.

 

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